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Dieses Banner auf Ihrer HP zeigt, dass Sie die Sache unterstützen - aus aktuellem Anlass ist es leider wichtiger denn je Text von unserem Zweibein Warum soll man einen großen Bogen um schlechte Zoogeschäfte
machen und wie erkennt man sie überhaupt? Hier ein paar Stichpunkte, was mich an den meisten Zoogeschäften
stört:
Leider werden in den meisten Zoogeschäften die Kleintiere nur
wie billige Ramschware gehalten und behandelt. Fragen Sie sich mal, ob es
möglich ist ein Tier artgerecht aufzuziehen, wenn es am Ende für nur 10 Euro
verschleudert wird und das Geschäft auch noch Gewinn machen möchte. Wie soll
das gehen? Viele Zoogeschäfte nehmen eine mangelhafte Haltung der Tiere leider
in Kauf. Nicht selten kommt es, bedingt durch diese Haltung zu Todesfällen,
weil die Tiere zu wenig Platz haben oder zu viele (sehr schlimm bei
Einzelgängern) zusammengepfercht sitzen. Die dadurch entstehende Aggression
endet oft in wilden Rauferein und nicht nur einmal wurde mir berichtet, dass
die ‚Toten’ dann eben einfach entsorgt werden. Wer oft in Kleintierforen unterwegs ist, der hat sicherlich
schon zigmal darüber gelesen, dass jemand ein krankes Tier (sehr oft Durchfall
oder Bisswunden) aus dem Zooladen mit Nachhause gebracht hat. Wie kann das
sein? Ein kompetentes Fachpersonal muss doch erkennen, dass die Tiere krank
sind und den Veterinär hinzuziehen. Meine Erklärung dazu ist, dass den meisten
Geschäften diese Tiere einfach nichts ‚Wert’ sind. Neulich hat mir jemand geschrieben, ich solle mich nicht so
haben, denn die Tiere wären so kurz in den Zooläden, dass das ja alles, was ich
bemängle, nichts ausmacht. Wenn die Tiere den Zooladen überleben und Schluss
endlich verkauft werden und vielleicht nicht krank sind, wundern sich die neuen
Besitzer eventuell über die ein oder andere Macke, die ihr Tier hat. So weiß
man z.B. durch Forschung, dass Rennmäuse, die in einem tief eingestreuten
Gehege aufgewachsen sind keine stereotypen Verhaltensweisen wie Eckenscharren
entwickeln, selbst dann nicht, wenn ihr zukünftiges Gehege zu klein ist. Es
wäre sehr wichtig, die Kleintiere nicht in diesen ‚typischen’ Käfigen zu halten
sondern für jede Tierart individuelle Gehege anzubieten. So brauchen eben die
Rennmäuse ein sehr tief eingestreutes Gehege und Farbmäuse sehr viele
Klettermöglichkeiten, usw. Nicht zu vergessen, dass sich in Zooläden keiner Zeit nimmt
(auch nicht hat) sich mit den Tieren ausreichend zu beschäftigen um sie so früh
wie möglich an den Menschen zu gewöhnen. Es ist einfach wichtig, dass diese
Tiere von Anfang an gute Erfahrungen mit Menschen machen. Kleintiere aus dem Zoogeschäft sind auch leider meist Inzucht durch die Zooläden selbst oder von Massenzüchtern zugekauft. Oft passiert es auch, dass Weibchen mit dem Hinweis verkauft werden, die Babys könnten dem Laden zurückgebracht werden falls das Weibchen trächtig ist, was ich persönlich für eine Sauerei halte. Dabei ist es auch bei Kleintieren sehr wichtig, auf die Auswahl geeigneter Zuchttiere zu achten und dafür zu sorgen, dass die Weibchen nicht zu Gebärmaschinen verkommen. Es ist vorprogrammiert, dass Tiere bei deren 'Vermehrung’ nicht auf gesunde Elterntiere geachtet wurde die und/oder aus der x-ten Geschwisterverpaarung stammen, nicht sehr widerstandsfähig und gesund sind. Schlimm ist auch oft die Beratung durch das so genannte Fachpersonal. So haben die meisten Verkäufer nicht den Hauch einer Ahnung wie die Vielzahl von Kleintieren die sie in ihrem Sortiment haben artgerecht untergebracht und ernährt werden müssen. Es ist ja auch sehr praktisch der Familie für ihr Kind den Hamster gleich samt passendem Hamsterknast und viel zu kleinem Laufrad anzudrehen. Geben sie sich beim nächsten Mal einen Ruck und unterstützen sie keine Zoogeschäfte mehr die sich nicht an die Regeln halten. Bitte kaufen Sie auch keine Tiere aus Mitleid. Sie helfen damit nur dem Geschäft Geld zu verdienen und bestärken es in seinem Tun. Melden Sie das Geschäft lieber dem Veterinärsamt Ihrer Stadt. Die Telefonnummer finden Sie im Internet oder der Tierschutz kann sie Ihnen geben. Über die Mindestanforderung an Zoogeschäfte gibt es von der Tierärztlichen Vereinigung einen Leitfaden ‚TVT Merkblatt zur Kleinsäugerhaltung im Zoofachhandel'. Ganz glücklich bin ich auch mit dieser Liste nicht, aber es ist immerhin ein Anfang. Versetzten sie sich einfach in die Tiere und wenn sie das Gefühl haben, hier möchte ich nicht leben müssen, verlassen sie das Geschäft wieder. Als Ausnahme gelten natürlich immer die Zoogeschäfte, die Ihre Tiere argerecht halten und denen auch etwas an den Tieren liegt. Sollten Sie so ein Geschäft kennen, dann dürfen Sie uns das gerne schreiben - würde uns positiv überraschen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass dies meist die kleineren, privat geführten Geschäfte sind. Bei den großen Geschäften und noch schlimmer den Bau- oder Gartenmärkten mit Zooabteilung ist Hopfen und Malz verloren.
Diese Email erreichte mich im November 2007 und dort wird ja wohl alles gesagt... Ich habe gerade Ihren Beitrag zum Thema
Zoofachhandel auf Ihrer Homepage gelesen. |